
Teil 4 | Warum thermische Desinfektion nicht immer die gewünschte Wirkung erzielt
„Dann erhöhen wir einfach die Wassertemperatur.“
Kaum eine Maßnahme wird im Zusammenhang mit Legionellen häufiger genannt als die thermische Desinfektion. Seit vielen Jahren gehört sie zu den anerkannten Verfahren der Trinkwasserhygiene und wird in zahlreichen Gebäuden erfolgreich eingesetzt.
Das Prinzip erscheint zunächst einfach. Hohe Temperaturen sollen Legionellen und andere Mikroorganismen abtöten und dadurch die hygienische Sicherheit der Trinkwasserinstallation wiederherstellen.
In der Praxis führt eine thermische Desinfektion jedoch nicht immer zu einem langfristigen Erfolg. In vielen Gebäuden werden trotz wiederholter Maßnahmen nach einiger Zeit erneut Legionellen nachgewiesen. Es stellt sich daher weniger die Frage, ob die thermische Desinfektion grundsätzlich wirkt. Entscheidend ist vielmehr, warum sie in manchen Anlagen keine dauerhafte Lösung darstellt.
Hitze wirkt nur dort, wo sie tatsächlich ankommt
Legionellen reagieren empfindlich auf hohe Temperaturen. Werden die erforderlichen Temperaturen im gesamten Warmwassersystem erreicht und ausreichend lange gehalten, kann die Anzahl der Bakterien deutlich reduziert werden.
Genau darin liegt jedoch eine der größten Herausforderungen.
Trinkwasserinstallationen bestehen aus einem komplexen Netz von Rohrleitungen, Speichern, Zirkulationsleitungen, Armaturen und Entnahmestellen. Damit eine thermische Desinfektion erfolgreich verläuft, müssen die notwendigen Temperaturen an jeder Stelle des Systems erreicht werden. Das gilt auch für selten genutzte Leitungsabschnitte und hydraulisch ungünstige Bereiche.
Bereits einzelne Stellen, an denen die Temperatur nicht ausreichend ansteigt, können dazu führen, dass Mikroorganismen überleben und sich später erneut vermehren.
Legionellen leben nicht nur im Wasser
Ein weiterer wichtiger Aspekt wird häufig unterschätzt. Legionellen befinden sich nur zu einem Teil frei im Wasser. Ihren eigentlichen Lebensraum finden sie überwiegend in Biofilmen.
Dabei handelt es sich um dünne, schleimartige Schichten, die sich auf nahezu allen wasserberührten Oberflächen einer Trinkwasserinstallation bilden können. Biofilme bestehen aus verschiedenen Mikroorganismen, organischen Stoffen und einer schützenden Matrix. Innerhalb dieses komplexen Lebensraums finden Legionellen günstige Bedingungen vor.
Die thermische Desinfektion wirkt zunächst vor allem auf das Wasser. In den tieferen Schichten eines Biofilms können Mikroorganismen jedoch teilweise vor äußeren Einflüssen geschützt sein. Dadurch besteht die Möglichkeit, dass einzelne Bakterien überleben und sich nach der Desinfektion erneut vermehren.
Die eigentliche Ursache bleibt häufig bestehen
Im vorherigen Teil dieser Artikelserie haben wir bereits die Bedeutung der Stagnation betrachtet.
Wenn Wasser über längere Zeit in einer Leitung steht, verändern sich unter anderem die Temperatur, der Sauerstoffgehalt und das Nährstoffangebot. Diese Bedingungen können die Bildung von Biofilmen begünstigen und damit auch die Vermehrung von Legionellen fördern.
Eine thermische Desinfektion kann die vorhandene Keimbelastung reduzieren. Sie beseitigt jedoch nicht automatisch die Ursachen, die zu ihrer Entstehung geführt haben.
Bleiben Stagnationsbereiche bestehen oder werden einzelne Leitungen weiterhin nur selten genutzt, können sich schon nach kurzer Zeit erneut günstige Bedingungen für das Wachstum von Mikroorganismen entwickeln.
Thermische Desinfektion ist eine Maßnahme, aber kein Gesamtkonzept
Die thermische Desinfektion gehört zweifellos zu den wichtigen Werkzeugen der Trinkwasserhygiene. In vielen Situationen kann sie sinnvoll oder notwendig sein.
Eine langfristig sichere Trinkwasserhygiene entsteht jedoch nicht durch eine einzelne Maßnahme. Entscheidend ist der hygienisch sichere Betrieb der gesamten Trinkwasserinstallation.
Dazu gehören die Vermeidung von Stagnation, eine ausreichende Durchströmung aller Leitungsabschnitte und eine stabile Temperaturführung. Ebenso wichtig sind eine hydraulisch korrekt abgeglichene Zirkulation, die regelmäßige Nutzung aller Entnahmestellen und eine fortlaufende Überwachung der Betriebsbedingungen.
Erst das Zusammenspiel dieser Faktoren schafft dauerhaft ungünstige Bedingungen für Legionellen und andere Mikroorganismen.
Der Blick richtet sich zunehmend auf die Prävention
Mit der Einführung von Wassersicherheitsplänen gewinnt ein präventiver Ansatz zunehmend an Bedeutung.
Statt ausschließlich auf bereits vorhandene mikrobiologische Belastungen zu reagieren, sollen mögliche Risiken frühzeitig erkannt und dauerhaft minimiert werden. Ziel ist es, hygienische Probleme möglichst gar nicht erst entstehen zu lassen.
Dadurch verändert sich auch die Rolle der thermischen Desinfektion. Sie bleibt ein wichtiger Bestandteil der Trinkwasserhygiene, wird jedoch zunehmend als Teil eines umfassenden Hygienekonzeptes verstanden und nicht als alleinige Lösung.
Fazit
Die thermische Desinfektion ist ein bewährtes und anerkanntes Verfahren, um mikrobiologische Belastungen in Warmwasserinstallationen zu reduzieren.
Ihr Erfolg hängt jedoch wesentlich davon ab, ob die erforderlichen Temperaturen tatsächlich im gesamten System erreicht werden. Gleichzeitig müssen die Ursachen für das Wachstum von Mikroorganismen erkannt und dauerhaft beseitigt werden.
Bleiben Biofilme, Stagnationsbereiche oder ungünstige Betriebsbedingungen bestehen, können sich Legionellen erneut vermehren.
Nachhaltige Trinkwasserhygiene beginnt deshalb nicht erst bei der Desinfektion. Sie setzt bereits bei einer hygienisch geplanten, betriebenen und kontinuierlich überwachten Trinkwasserinstallation an.
VISION AQUA® Umkehrosmoseanlagen und Wasserfilter

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen
Lieferumfang: 1 x VA-Basic PLUS 1 x VA-Standard - 500 GPD Membran - Filmtec Material 1 x VA-Standard - Sediment-Filter, PP Kartusche (Vorfilter) 1 x VA-Standard - Aktivkohle-Granulat-Filter, GAC Kartusche (Nachfilter) 1 x Boosterpumpe 800 GPD - DirektDrive Brushles 24V - 2 x 3/8" Rohr AD1 x Druckschalter - 1-10 bar - 1/4" Außengewinde - Wechsler - NO/NC (inkl. Klemmschelle zur Montage) 1 x Einbauset 1 x 1-Weg Wasserhahn, Entnahmehahn mit Gerader Verbinder - 1/4“ Rohr AD (Set)Hinweise! Das System wird trocken ausgeliefert und ist nicht gespült! Das System muss zuerst 10-15 Liter Reinstwasser produziert haben, bevor es zur Trinkwassergewinnung verwendet werden kann.

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Lieferumfang: 1 x VA-Basic 1 x VA-Standard - 100 GPD Membran - Filmtec Material 1 x VA-Standard - Sediment-Filter, PP Kartusche 1 x VA-Standard - Aktivkohle-Granulat-Filter, GAC Kartusche 1 x Kunststoff-Rohr für Zulauf - 1/4“, 6.35x4.3mm - Farbe: gelb - John Guest, Länge: 2 m 1 x Kunststoff-Rohr für Abwasser - 1/4“, 6.35x4.3mm - Farbe: rot - John Guest, Länge: 2 m 1 x Hahnanschluss Adapter mit Perlator und Rücklauf für Abwasser - M22 IG auf 1/4" Rohr 1 x M24 AG zu M22 AG Langversion - Wasserfilter Wasserhahn Adapter 1 x M24 AG zu M22 AG - Wasserfilter Wasserhahn Adapter 1 x 1/4" Zapfstelle mit Edelstahl Klappauslauf 3 x Filterkappe - passend für VA-Standard Filterkartusche Hinweise! Das System wird trocken ausgeliefert und ist nicht gespült! Das System muss zuerst 10-15 Liter Reinstwasser produziert haben, bevor es zur Trinkwassergewinnung verwendet werden kann.
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